Die Bürgerinitiative „Pro Sicherheit und Polizei“, gegründet im Jahr 2020, entwickelt sich weiterhin zu einer aktiven Plattform für Bürgerinnen und Bürger, die sich für Sicherheitsfragen, öffentliche Ordnung und gesellschaftliche Entwicklungen in Österreich interessieren. Nach Angaben der Organisation erreicht die Bürgerinitiative inzwischen rund 1.600 Mitglieder. Parallel dazu wächst auch ihre Präsenz auf professionellen Plattformen. Auf LinkedIn meldeten sich im Jahr 2026 bereits rund 200 neue Leserinnen und Leser für den Newsletter an, darunter auch mehrere leitende Polizeibeamte und Sicherheitsexperten. Auch auf der Plattform X ist die Community aktiv. Dort berichten die sogenannten „X-Reporter Pro Polizei“ sowie Leserreporter aus der Community regelmäßig über sicherheitsrelevante Themen. Die Initiative Pro Polizei Österreich, die seit 2020 als Partnerorganisation fungiert, koordiniert dabei unter anderem die Aktivitäten der X-Reporter und unterstützt die mediale Verbreitung der Beiträge der Bürgerinitiative.
In den letzten Wochen des Jahres 2026 standen innerhalb der Community mehrere Themen im Mittelpunkt der Diskussionen: die Sicherheitslage an der Universität Wien nach den Blockaden im Wintersemester 2025/26, aktuelle Demonstrationen in Wien, die Einladung zur traditionellen Dankmesse der Wiener Polizei im Stephansdom sowie neue Initiativen gegen Vandalismus im öffentlichen Bahnverkehr.
Besonders intensiv diskutierten Mitglieder der Bürgerinitiative die Ereignisse rund um die Blockaden und Proteste an der Universität Wien. Studierende aus der Bewegung „Pro Palästina“ hatten Ende Jänner 2026 erneut Aktionen und Blockaden organisiert, nachdem es bereits seit Herbst 2025 Spannungen und Vorwürfe rund um politische Aktivitäten und Einschüchterungen gegeben hatte. Innerhalb der Community wurde dabei vor allem die Rolle des Rektorats kritisch hinterfragt. Viele Mitglieder der Bürgerinitiative sehen ein Versäumnis darin, dass zwischen Oktober und Jänner weder eine umfassende Analyse der Lage noch ein strukturierter Dialog mit Studierenden stattgefunden habe. Auch eine transparente Information der Öffentlichkeit über die Sicherheitslage sei nach Ansicht vieler Beobachter ausgeblieben, obwohl Medien wiederholt Anfragen gestellt hatten. Vor diesem Hintergrund führte die Bürgerinitiative ein internes Stimmungsbarometer unter freiwilligen Mitgliedern durch. Insgesamt beteiligten sich 50 Personen an der Umfrage.

98 % der Teilnehmenden verlangen Transparenz vom Rektorat der Universität Wien, damit die Sicherheitslage und mögliche Radikalisierungstendenzen innerhalb der Universität auch für die Öffentlichkeit nachvollziehbar werden. 84 % sprechen sich zusätzlich dafür aus, dass das Rektorat bei einschlägigen Vorfällen konsequent Anzeige erstattet und sowohl nach der Hausordnung als auch nach strafrechtlichen Bestimmungen vorgeht. Die Bürgerinitiative teilt mit, dass die Universität Wien trotz einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) keine detaillierten Informationen mit der Öffentlichkeit teilen wollte. Aus diesem Grund wurde der Fall im März an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet. Die Vertretung der Bürgerinitiative erhielt inzwischen eine Einladung zur gerichtlichen Verhandlung.
Neben der Debatte über die Universität Wien organisiert die Bürgerinitiative derzeit auch mehrere Aktivitäten innerhalb ihrer Community. So lädt sie ihre Mitglieder zur traditionellen Dankmesse der Wiener Polizei im Stephansdom ein, die jedes Jahr an die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten erinnert und die historische Verbindung zwischen staatlichen Institutionen, gesellschaftlichem Zusammenhalt und religiösen Traditionen in Österreich sichtbar macht.

Gleichzeitig arbeitet die Community an der Initiative „SchützUnsereBahn“, die sich mit zunehmendem Graffiti-Vandalismus an Bahnhöfen und Zügen beschäftigt. Mitglieder und Leserreporter dokumentieren dabei Schäden an der Infrastruktur sowie mögliche sicherheitsrelevante Auswirkungen auf Stationen und Fahrzeuge. Die Redaktion der Initiative steht dazu mit der Sprecherin der ÖBB, Michaela Jungbauer, in Verbindung.

Auch das öffentliche Demonstrationsgeschehen in Wien bleibt ein Thema innerhalb der Bürgerinitiative. In den vergangenen Wochen beobachteten Mitglieder und Community-Reporter wiederholt verschiedene Fahnen und Symboliken bei Demonstrationen. Dabei wurden unter anderem Fahnen kurdischer Milizen sowie iranische Flaggen – sowohl die Fahne der Islamischen Republik als auch die historische königliche Flagge – bei verschiedenen Kundgebungen gesichtet. Die Bürgerinitiative sammelt hierzu Beobachtungen und Berichte aus ihrer Community, um zu sehen, ob Gewaltbereitschaft oder diskriminierende oder gefährliche Parolen erkennbar sind.
Parallel dazu werden weitere wichtige Themen vom Partner der Bürgerinitiative, der Initiative Pro Polizei Österreich, behandelt. Im Jahr 2026 beschäftigte sich die Initiative unter anderem mit der Diskussion über den Einsatz von E-Autos im Polizeidienst sowie mit Fragen der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz im Bereich der Sammlung und Sicherung von Beweismaterial, und Opfer-Schutz.
Die Entwicklungen der vergangenen Wochen zeigen, dass die Bürgerinitiative zunehmend zu einer Plattform für gesellschaftliche Beobachtung, Diskussion und Bürgerbeteiligung wird. Themen wie Universitätsfreiheit, Demonstrationskultur, öffentliche Sicherheit oder Vandalismus im Verkehrssystem werden innerhalb der Community aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert.
Die aktuellste Statistik der Bürgerinitiative?
Die Bürgerinitiative Pro Sicherheit und Polizei zählt derzeit rund 1.600 Mitglieder und bildet damit eine der aktivsten zivilgesellschaftlichen Diskussionsplattformen zum Thema öffentliche Sicherheit in Österreich. Besonders stark vertreten sind Bürgerinnen und Bürger aus Wien sowie aus weiteren größeren Städten und Landeshauptstädten. Parallel dazu erreicht die Initiative Pro Polizei Österreich mit ihren Informations- und Analysebeiträgen auf Facebook inzwischen über 3.500 Follower, ergänzt durch weitere rund 2.000 Follower auf X und LinkedIn, wodurch eine digitale Reichweite von über einer Million erreichten Personen entsteht.

Ein Blick auf die aktuelle Statistik zeigt zudem eine klare demografische Struktur der Community: 65 % der Mitglieder sind Männer, 34 % Frauen und rund 1 % Divers. Der Frauenanteil ist dabei im Vergleich zu 2023 leicht gestiegen (+2 %), während der Männeranteil geringfügig zurückging (–3 %). Besonders aktiv sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Altersbereich zwischen etwa 35 und 65 Jahren, was zeigt, dass die Diskussion über Sicherheit und Polizeiarbeit vor allem von einer gesellschaftlich und beruflich stark eingebundenen Altersgruppe getragen wird.

Was steht als Nächstes in der Bürgerinitiative an?
Nicht alles kann bereits verraten werden, doch ein erster Blick auf kommende Diskussionen in Österreich ist möglich. Die Bürgerinitiative bereitet unter anderem eine Analyse der Verletzungen von Polizistinnen und Polizisten im Dienst vor, da der Trend in den letzten Jahren weiter gestiegen ist. Diskutiert werden außerdem Fragen rund um die Bewerbungsverfahren bei der Polizei Wien sowie die Rolle der Frauen in der Polizei. Gleichzeitig plant die Bürgerinitiative weitere Umfragen innerhalb der „Pro Polizei“-Community, um mehr Beteiligung und Transparenz in der gemeinsamen Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Diese Abstimmungen sollen eine Art interne demokratische Orientierung für die zukünftige Arbeit der Community darstellen. Darüber hinaus werden derzeit auch Überlegungen zur Gründung eines neuen Vereins sowie zu möglichen Petitionen vorbereitet, etwa zu Themen wie Bahnsicherheit, Radikalisierung extremistischer Gruppen im Land und möglichen Gesetzesänderungen für mehr Rechte, Bewegungsmöglichkeiten und rechtlichen Schutz für Polizistinnen und Polizisten.
(Bild: Initiative Pro Polizei Österreich; Foto: Sicherheit-Zeitung AT)
































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